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Intensivwoche2009

Tagesbild

Dialog

Der dialogische Prozeß kann durch 10 Kernfähigkeiten bzw. Haltungen unterstützt werden:

  1. Eine lernende Haltung einnehmen
  2. Radikaler Respekt
  3. Von Herzen und kurz sprechen
  4. Generatives Zuhören
  5. Bewertungen suspendieren
  6. Erkundende Haltung einnehmen
  7. Produktiv plädieren
  8. Offenheit
  9. Verlangsamung
  10. Beobachter beobachten

Ort

Der Punkt ist die innerlich knappste Form; Kandinsky: Punkt und Linie zu Fläche


Man kann sich fragen, wie die von "außen" einwirkenden Faktoren seitens des Einzelnen auf Grund seiner "inneren Bedingungen verarbeitet werden, man kann ab er auch fragen, in welcher Richtung die "äußeren" Faktoren Wirkungen auf den Einzelnen auszuüben suchen, welche "inneren" Entwicklungen sie von sich aus begünstigen oder erschweren. in Fürstenau, P.: Zur Psychoanalyse der Schule als Institution; Aufsatz in: Zur Theorie psychoanalytischer Praxis

Der Ort des Werkes und des Menschen

Der Ort des Werkes und des Menschen ermöglicht dem Werk, vollständig und ungebunden seine expressive Bestimmung zu erfüllen, ermöglicht aber auch dem Menschen, seine whrnehmungsmäßige Arbeit zu leisten. Die Erfüllung der jeweiligen Bestimmung ist nur möglich, wenn das Werk wahrnehmbar ist und das Subjekt es wahrnehmen kann. Also muss dieser Ort das Werk der Wahrnehmung darbieten und den Menschen das Werk wahrnehmen lassen. Hier beginnt und endet die Funktion, die der Ort des Werkes und des Menschen auszuüben hat.//
Der Ort des Werkes und des Menschen ist also das Werkzeug der Begegnung zwischen Werk und Mensch, zwischen Mensch und Werk.; Zaugg, Rémy: Das Kunstmuseum, das ich mir erträume oder Der Ort des Werkes und des Menschen

Konflikt

Mentzos (Neurotische Konfliktverarbeitung) betont, dass die innerseelischen Konflikte ursprünglich oft äußere Konflikte waren, die nicht befriedigend gelöst werden konnten. Eckert Andrea in: Haubl, R. und Lamott, F.(Hersg.): Handbuch Gruppenanalyse

Form

Frage

Wie wirkt das ästhetische Objekt, das Werk auf mich?


Die Aneignung von Welt hat die Wahrnehmung der Gegenstände zur Vorausstzung. Der erste Gegenstand, der der Wahrnehmung des Kindes "zukommt", weil es ihn zum Überleben braucht, ist die Mutter. Das Kind erkennt die Mutter nicht selektiv, sondern inspirativ, nämlich indem es sich in sie "hineinfallen" läßt. Dabei konfiguriert sich die Mutter allmählich als Objekt, dem das Kind, weil es seine Nahrung und sein Wohlbefinden betrifft, sich hingeben kann. Die Warnehmung der Mutter wird für das Kind notwendig, wenn es "vorzugweise" hungrig in einem totalen Sinn ist. ... Die Wahrnehmungsleistung des Kindes läuft also nicht auf die Wahrnehmung der Mutter hinaus, sondern auf die Wahrnehmung des eigenen Zustandes als eines unbefriedigenden. Das, was "hinterher" passiert, nämlich dass die Mutter visuell wahrgenommen wird, ist herzlich wenig gegenüber der Leistung des Kindes, sich selbst als unbefriedigt wahrzunehmen. Dies ist die eigentliche Identifikationsleistung des Menschen bzw. die erste Reflexion des Menschen über sich selbst, daß er sich (als kleinstes Kind schon!) wünschend und insofern fragwürdig vorzukommen anschickt. aus: Rech, Peter: Wahrnehmung als "Wahrnehmung" des Unbefriedigtseins; in: Abwesenheit und Verwandlung


Wahrnehmung und Begriff -> Vorstellung


Die Form im engeren Sinn ist jedenfalls nichts weiter, wie die Abgrenzung einer Fläche von der anderen. Dies ist die Bezeichnung im Äußeren. Da aber alles Äußere auch unbedingt Inneres in sich birgt, so hat auch jede Form inneren Inhalt. Die Form ist also Äußerung des inneren Inhalts. Dies ist ihre Bezeichnung im Inneren. ... //
So ist es klar, dass die Formharmonie nur auf dem Prinzip der zweckmäßigen Berührung der menschlichen Seele beruhen muss. Dieses Prinzip wurde hier als das Prinzip der inneren Notwendigekit bezeichnet.//
Die erwähnten zwei Seiten der Form sind zur selbsen Zeit ihre zwei Ziele. UNdeshalb ist die äußere Angrenzung dann erschöpfend zweckmäßig, wenn sie den inneren INhalt der Form am ausdruckvollsten zum Vorschein bringt. Das Äußere der Form, d.h. die Angrenzung, welcher in diesem Fall die Form zum Mittel dient, kann sehr verchieden sein. Aber trotz aller Verschiedenheit, die die Form bieten kann, wird sie doch nie über zwei äußere Grenzen hinausgehen, und zwar://
1. entweder dient die Form, als Angrenzung ...//
2. bleibt die Form abstrakt, d.h. sie bezeichnet keinen realen Gegenstand ...//
aus: Kandinsky, W.: Über das Geistige in der Kunst

Struktur

... die Gerade, die also in ihrer Spannung die knappste Form der unendlichen Bewegungsmöglichkeiten darstellt. aus: Kandinsky: punkt nund Linie zu Fläche


Die individuelle Freiheit ist kein Kulturgut. Sie war am größten vor jeder Kultur, allerdings damals meist ohne Wert, weil das Individuum kaum imstande war, sie zu verteidigen. Durch die Kulturentwicklung erfährt sie Einschränkungen, und die Gerechtigkeit fordert, daß keinem diese Einschränkungen erspart werden. Freud, S.: Das Unbehagen in der Kultur

Raum

  1. Linie: Konkrete Vorstellung
  2. Fläche: Abstraktion
  3. Raum: Einheit

Übertragung, Gegenübertragung und das ästhetische Objekt

Schluß

  • Kreativität heisst, neue Gedanken fassen.
  • Kreativitätstraining heisst, ein Nest bauen, in dem neue Gedanken gefasst werden können.

Literatur

  • Heinrich v. Kleist: Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden
  • Rudolf Arnheim: Kunst und Sehen
  • Peter Fürstenau: Entwicklungsförderung durch Therapie. Grundlagen psychoanalytisch-systemischer Psychotherapie
  • Michael Ermann: Übertragungsdeutung als Beziehungsarbeit; in: Die hilfreiche Beziehung in der Psychoanalyse
  • Peter Mahr: Einführung in die Kunstphilosophie. Das Ästhetische und seine Objekte
  • Nina Möntmann: Kunst als sozialer Raum
  • Rémy Zaugg: Das Kunstmuseum, das ich mir erträumte oder Der Ort des Werkes und des Menschen
  • Rolf Haubl und Franziska Lamott: Handbuch Gruppenanalyse
  • Rudolf Steiner: Philosophie der Freiheit
  • Rudolf Steiner: Vom Menschenrätsel
  • M. und J. F. Hartkemeyer/L. Freeman Dhority: Miteinander denken. Das Geheimnis des Dialogs
  • Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen
  • Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur
  • Wassily Kandinsky: Über das Geistige in der Kunst
  • Wassily Kandinsky: Punkt und Linie zu Fläche
  • Georg Spencer Brown: Laws of Form
  • Simon Fritz B.: Unterschiede die Unterschiede machen
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